Freitag, 7. Juni 2013

Ein Traum in schwarz und weiss

Fotobuch Test Saal-Digital

 


Auch ich konnte der Verlockung von Saal Digital nicht wiederstehen und reihe mich gerne ein in die Reihe der Fotobuch Tester.

Nun erst mal kurz zu meinem Ansatz:

Getestet habe ich ein  Hard-Cover Buch 21x28 in MATT

Mir ging es ganz konkret um die Bildqualität und Haptik von Schwarzweiss Bildern. Um das ganze auszureizen habe ich natürlich wie so oft hybrid gearbeitet und wählte aus meinem derzeigen Kleinbild- Lieblingsfilm polypan f ein paar schöne Motive aus.

Dabei reize ich teilweise die Möglichkeiten von KB und meinem CanoScan FS4000 schon ganz gut aus und wenn dann auch noch eine Ausschnittsvergrößerung daherkommt können die Summicrone noch mal zeigen, was sie an Mikrokontrast und Schärfe bringen können, wenn das ganze nicht im Film, beim Scan oder spätestens bei der Bildwiedergabe flöten geht.

Hier sei vorweg gesagt, dass Saal durchaus im Stande ist, bis zum kleinsten Fussel oder Negativkratzer auszubelichten. Daher Merker an mich ->

Besser ausflecken.






Wie man sieht herrliche Graustufen. Und das Grau wirklich richtig grau wird, ist alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Bei den üblichen gedruckten Fotobüchern ist ein neutraler Bildton Glückssache und spätestens bei fiesen Lichtbedingungen (LED, Leuchtstofflampen oder Gasentladungslampen) ist der Spass vorbei und Metamerie zeigt was sie kann.

Das passiert bei SAAL nicht !


Grau bleibt grau, egal was ich anstelle. Und ich habe mich wirklich bemüht.
Und auch bei einem etwas unfaire Vergleich mit  SW Dunkelkammer Prints und Graustufen Fineart Drucken
kommt die Ausbelichtung des Fotobuches gut weg.

Wirklich ein sehr angenehmer neutraler Bildton.
Wenn ich es bewusst etwas wärmer oder kühler haben möchte oder tonen möchte, dann gebe ich das vor. Diese Entscheidung wurde mir bereits öfter ungewollt abgenommen, aber um so besser.

Wie ich schon erwähnte habe ich bewusst nicht zum Mittelformat gegriffen, da ich die Wiedergabe des Korns sehen wollte. Mit Caffenol C-L und dem geschätzen Polypan bekommt man ein sehr schönes gleichmäßiges, leicht betontes aber nicht allzu hartes Korn. Genau so wollte ich es auch in meinem Fotobuch sehen.
Auch hier kann ich ein Loblied singen. Wirklich schönes Korn, wie ich es von meiner Film Entwickler Wahl erwarte.

 
 Nun noch mal kurz zu Mikrokontrast und Schärfe der Bildwiedergabe.
Hier habe ich bewusst Motive mit hohem Detail sowie Mikrokontrast gewählt, die mir auch in der Wiedergabe zeigen sollen, was aufs Papier kommt und was auf der Strecke geblieben ist.

Auch hier bin ich wirklich angetan. Wunderbare stufenlose Verläufe und schöne Tonwertverteilung.
Auch der typische Charakter des Polypan, der ohne Lichthofschutz Lichter schnell zum ausbrennen und überstrahlen bringt vermag die Wiedergabe im Buch schön rüberzubringen. (wie gesagt, das ist gewollt...)


 Die Schwärzen sind richtig schön schwarz und in den dunkelsten Grauwerten ist noch ein Hauch Zeichnung vorhanden. Die Lichter sind ebenso schön durchgezeichnet. Nur da, wo die Negativdichte maximal ist, ist reines weiss ohne kleine Dots. Aber so soll es schließlich sein. Der gute Ansel hätte sicherlich auch seine Freude.


Nun zum Papierträger:
Das Papier fühlt sich schön griffig an und ist angenehm stark, so dass auch häufiges anfassen Spaß macht und die Haltbarkeit des Buches nicht beeinflussen wird. Die seidenmatte Oberfläche macht das Buch sehr wertig und kommt den SW-Motiven sehr zu Gute.

Die Bindung sieht sehr fest aus, knackte aber ein wenig, als ich das Buch in der Mitte plan hinlegte um eines der Motive zu betrachten, dass ich vollformatig über beide Seiten gezogen hatte. Mal sehen was die Bindung bei weiterem Gebrauch macht. Wahrscheinlich hält sie. Das Motiv ist jedenfalls nicht in der Mitte beschnitten und das Buch liegt fast plan. Da kann man sich großformatige Motive und Panoramen sehr gut arrangieren.



Bleibt nur noch den bereits vielfach gelobten Service zu loben, besonders die Schnelligkeit der Bearbeitung.
Der Upload der Bilddaten hat mit meiner Landleitung wahrscheinlich länger gedauert als die Ausbelichtung aufs Papier.

Ich hatte die Daten vor einem der vielen Maifeiertage abgesendet und hatte das Buch direkt nach dem Feiertag sicher und gut verpackt in der Post.

Schneller geht es einfach nicht.

Die Software ist sicherlich kein DTP Programm, reicht für meine Bedürfnisse aber aus.

Werde mir noch ein paar eigene Vorlagen anlegen, da ich nicht so auf  Diagonal und anderen Schnickschnack stehe, oder eben das Angebot nutzen ein PDF nach Vorgabe zu erstellen.

Großes Kompliment an SAAL Digital


sie haben einen weiteren Kunden gewonnen.


Vielen Dank für die unkomplizierte Abwicklung und dafür das ich teilnehmen durfte.

Montag, 20. Mai 2013

Nun ist es raus: ICH BIN "ISO" VERGESSER!


Ich weiss ja nicht wie es Euch geht, aber wenn ich nicht so ziemlich alles notiere, verschwindet mir alles aus der Gehirnzwischenablage, spätestens nach dem nächsten Vollreset und mit der Zeit von ganz alleine.

Und dann quälen einen immer die gleichen Fragen, wenn man beherzt zum Fotoschrank greift und z.B. die Horizon wieder rausholt, die zuletzt im letzten Herbst im Tageslicht war.

Schön. Film ist noch drin und ein paar Belichtungen haben auch noch Platz... aber

...wie habe ich denn hier verwendeten Tri-X belichtet?

 

400? 800? 200? 100? 

Wer wie ich viel pulled und pushed kann sich bei weitem nicht sicher sein nach Nennempfindlichkeit belichtet zu haben.

Das gleiche gilt für Filmrollen die undokumentiert auf ihre Entwicklung warten.

Da hilft dann nur die rettende Stand-Suppe hochverdünnt und schön lang. Aber  wenn es dann den Tri-X falsch erwischt hat, wäre er für ISO800 mit einer HCD-new Pushentwicklung wesentlich empfänglicher gewesen.

Schluss damit, dass passiert mir nie wieder !

Habe meinen Worklflow mit einer kleinen App erweitert, mit der nach Eingabe des Equipments einfach eine Filmrolle angelegt wird und diese dann der gewünschten Kamera zugeordnet werden kann. So weiss ich via Android App auf eine Schlag, welcher Film inkl. ISO in welcher Kamera steckt.

Das Wunderwerkzeug hört auf den Namen EXIF4FILM

und soll eigentlich Exifdaten zu jeder Aufnahme liefern, so dass auch GEOTAGGING etc. für Film möglich wird. Das hängt natürlich von der Sorgfalt jedes einzelnen ab, allerdings im Zweifel noch zu wissen, an welcher Stelle man in der Bretagne man Stein X mit Linse Y und Filter Z belichtet hat weckt doch Interesse.


Wenn das ganze dann noch via Lightroompugin in der Bilddatenbank daherkommt ist das Glück vollkommen.

Ein paar Wehrmutstropfen bleiben allerdings noch:

Bislang ist die App nur für Android Plattform und das Plugin nur für Windows zu haben.
Aber da hilft bestimmt die Nachfrage weiter, dass bislang kostenlose Tool auf den Mac und IOS zu bringen.

Ich bin jedenfalls froh

Samstag, 18. Mai 2013

Ich bin doch sehr verwundert...

Darf ich den "sympathischen" Kernie vorstellen


Ja, Kernie führt hier in Kalkar im ehemaligen "Schnellen Brüter" durchs harmlose Freizeitparkprogramm.
Eine wirklich beeindruckend und zugleich äußerst skurrile Kulisse die mit bunten Farben und Papp-Ägypten Aufbauten als harmlose Wunderwelt daherkommt.




Bezug zur Kernkraft? Plakativ übermahlt und/ oder abgesperrt.



Konnte dennoch einen Blick auf den inneren Reaktorteil werfen, der sich mutmaßlich hinter der inneren Wand (hinter dem T-Schlitz) befand aber nie angeschmissen wurde. Das Foto habe ich aus dem ehemaligem Kontrollraum gemacht, der heute ein Tageszentrum ist und nur noch durch die großen Übersichtsschalttafeln und Instrumente an seine alte Bestimmung erinnert.



Egal wie man zur Kernkraft steht, dieser Bonbon-Umgang kann ja wohl nicht ganz ernst gemeint sein!















Da musste ich gleich wieder an das spielende Kind auf einem der Kühltürme der Reaktoranlage Cruas im Südem Frankreichs denken, an dem man vorbeikommt, wenn es einen in den Süden treibt.

http://www.pehle.de/moses/Bilder/bericht%209/bericht%209.htm

Freitag, 17. Mai 2013

Himmelsleiter´l

Auf einer Reise am Wegesrand mitgenommen







Licht und Wolken waren für wenige Minuten genial, 
wieder am Auto angekommen, gab es dann angekündigten Starkregen...

Zeiss DDR Biometar MC an Axar Tilt Adapter und meiner ersten ollen Spiegelreflex EOS500N
auf  Polypan F 50@ 100 gebadet in Caffenol C-L 120min

Donnerstag, 16. Mai 2013

Astropeiler Bad Münstereifel


 Jawohl Bad Münstereifel hat nicht nur mit diesem Heino zu tun. Dort gibt es auch den wunderbaren Astropeiler, den man auf einer Anhöhe (Stockert) unweit des malerischen Eschweilertales findet.

Es handelt sich um den Ende der 1950er Jahre erbauten Vorgänger des berühmten 100m Effelsberg Radioteleskops, das nur über einen "kleinen" 25mm Reflektor verfügt, dafür aber wie ich finde ein weit aus schöneres Motiv abgibt und dank eines Vereins wieder betrieben wird und zwischen Mai und Oktober Sonntags zu besichtigen ist


Als Film kam mal wieder der geliebte Polypan zum Zug, der sich wie ich finde auch hier wieder gut geschlagen hat. Bilder sind übrigens ohne Filter entstanden und nicht wirklich nachbearbeitet. Alles auf dem Negativ bereits drauf!

Montag, 22. April 2013

5 horas aceleraron película de desarrollo con paRodinal

Kodak TRI-X 400 @ 800 auf den Straßen von Madrid und Alcala






 Wie man sieht, bekommt man nach 5 Stunden bangen Wartens eine wunderbare Pushentwicklung mit dem TRi-X auf ISO 800 hin. Gebadet wurde wie so oft in paRodinal 1+100 1. Minute Startschwenker, dann 1/h

Dann mal schaun, was bei ISO 1600 passiert?


Die Bilder sind mit dem Super Heliar 15 sowie dem Summicron R 50 aufgenommen. 





 

 

 

Donnerstag, 18. April 2013

Polypan in neuem Glanze

 Nach langer Zeit bin ich noch mal in Köln um die Häuser gezogen.
Diesmal mit meiner Neu-(alt)Endeckung Polypan F  dem ich anschließend ein ausgiebiges Caffenol C-L Bad gegönnt habe. Nach 60min+5min Fix war er dann reif fürs Tageslicht.

Ich mag Ihn, besonders wg. seiner ausfressenden Lichter, die er auf Grund des Fehlenden Lichthofschutzes nicht im Zaume halten kann.